Lars Dreiucker *1983 Philosopher, Curator

 

MediatingWar 


© Plakatgestaltung: Grischa Meyer 


Der SPRECHSAAL freut sich sehr, die Ausstellung MEDIATING WAR anzukündigen, die sich mit der Entwicklung der Kriegsfotografie seit den 60er Jahren beschäftigt. Der Beginn des 1. Weltkriegs liegt 100 Jahre zurück, das Ende des 2. Weltkriegs jährt sich zum 70. Mal. 
15 ikonografische Pulitzer-Preis gewinnende Fotografien & 3 zeitgenössische Künstler sind erstmals vereinigt und zeigen die Veränderung der Rolle und Ästhetik der Kriegsfotografie. Ehrengast der Ausstellung ist Nick Ut, welcher am 23. & 24.Okt mit der renommierten Kunstwissenschaftlerin Jule Hillgärtner, moderiert durch Lars Dreiucker ein Gespräch führen wird. 

◆ Präsentiert werden die Fotografen: Eddie Adams, J. Ross Baughman, Jean Marc Bouju, Caroline Cole, Deanne Fitzmaurice, Carol Guzy, Massoud Hossaini, Bülent Kilic, Khalid Mohammed, Muhammed Muheisen, Anja Niedringhaus, Larry C. Price, Martha Rial, Nick Ut. Craig F. Walker

◆ Drei interaktive und digitale Installationen von Peter Kirn, Peter Kolski und Semra Sevin, setzen sich ganz individuell und subjektiv mit der Wahrnehmung des Krieges in der Öffentlichkeit auseinander, um einen zusätzlichen Raum für einen zeitgenössischen Diskurs zu eröffnen.

◆ Programm:
16.Okt Nick Ut at Sprechsaal
23.Okt 18-20h Jule Hillgärtner & Nick Ut at Sprechsaal
24.Okt 19-21h Jule Hillgärtner & Nick Ut at Rosa Luxemburg Stiftung 

Galerieleiter & Kurator Lars Dreiucker
Initiatorin & Kuratorin dieser Ausstellung ist Fotografin Semra Sevin

Location: http://www.sprechsaal.de/ 
Partner: http:// www.associatedpress.com/ -http:// www.museofineart.com/ -http:// www.rosaluxemburgstiftung.d e/ 
Press: EH Communication & http:// www.larsdreiucker.de/
Contemporary artists: http://pkirn.com/ - http://www.bildpeter.de/ -http://www.semrasevin.com/
Projekt Assistenz: Stefan Höppe

◆ Einige unserer Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang: 
Der Vietnamkrieg (1955-75) gilt als der erste unzensierte Krieg. War die Medienlandschaft für die
Antikriegs-Stimmung verantwortlich? Seit der US-Invasion in den Irak 2003 wurde mit dem »Embedded Journalism« eine neue Art der Kontrolle und Zensur der Berichterstattung durchgesetzt. Gleichzeitig aber beeinflussen die Digitalisierung sowie die unabhängige Verbreitung von Bildern und die damit einhergehende Beschleunigung der Medienberichterstattung den Prozess. Wie haben sich die Änderung dieser technischen, sozialen und ästhetischen Aspekte der Produktion und Übermittlung von Kriegsbildern unsere Wahrnehmung von Krieg gewandelt? Die Ausrichtung des Pulitzer-Preises spiegelt diese Entwicklungen wider. Beispielsweise wurden früher fast nur Einzelbilder von Fotografen geehrt, so werden nun meist umfangreiche Berichterstattungen von ganzen Teams ausgezeichnet. Früher stand die Frontberichterstattung an erster Stelle, heute wird sie ergänzt durch eindrückliche Dokumentationen über die Auswirkung des Krieges im Allgemeinen.